Das Wesen der Shelties

er Sheltie ist ein fröhlicher kleiner Lümmel, dem man nur schwer einen Wunsch abschlagen kann. Er ist sehr intelligent, lebhaft, sanft und lernfreudig. Einige würden sagen, dass er alles in allem ein anspruchsloser Hund ist. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass er es liebt (und bei Unterbeschäftigung auch durchaus einfordert), beschäftigt und geistig gefordert zu werden.

Shelties lernen sehr schnell und es ist nicht besonders schwer, ihnen Gehorsam beizubringen. Er würde alles dafür tun, seinem Menschen zu gefallen. Dabei haben sie ein enormes Gespür für die Stimmungen ihres Herrchens oder Frauchens. Schon ein erster Gesichtsausdruck des Besitzers lässt den Sheltie erkennen, dass sein Mensch im Moment nicht zufrieden ist.

Meistens ist es so, dass der Sheltie sich auf eine Bezugsperson konzentriert. Obwohl er die ganze Familie als sein Rudel anerkennt, sucht er sich doch eine Person aus, auf die er seine gesamte Aufmerksamkeit richtet - verständlicherweise die Person, mit der er am meisten Kontakt und Umgang hat. Da z.B. mein Mann tagsüber nicht so viel mit Chipsie unternehmen kann, ich aber zuhause arbeite, bin ich eher ihre Bezugsperson als Holger.

Die Bezugsperson zu sein, das bedeutet für einen Sheltiebesitzer im Klartext, immer mit einem Sheltie hinter sich zu rechnen. Unsere Chipsie ist sehr anhänglich und folgt mir wohin auch immer ich gehe. Auch spielt sie so gut wie nie alleine, sondern wartet immer darauf, dass jemand vom gemischtrassigen Rudel mit ihr spielt.

Als ich mich über die Rasse Sheltie informiert habe, habe ich gelesen, dass sie Fremden gegenüber eher reserviert sind. Das kann ich allerdings nicht bestätigen, Chipsie lässt sich ohne Probleme von Fremden streicheln und würde im Prinzip jeden netten Menschen in ihr Rudel aufnehmen.

Goldie Shelties sind absolute Frischluftfanatiker - sie sind einfach gerne draussen und lieben es, mit ihrem Rudel spazieren zu gehen. Und sie schaffen es mit ihrer freundliche Art, sogar die faulste Couchpotatoe in Schwung zu bringen - ich spreche da durchaus aus Erfahrung...;) Chipsie liebt es, draussen "Zeitung zu lesen" - inzwischen macht es ihr auch nichts mehr aus, wenn es in Strömen regnet oder wenn es eiskalt draussen ist - schließlich haben Shelties ja ein dickes Fell...

Im Allgemeinen gelten Shelties als bellfreudig. Wenn man diesem Trend allerdings im frühen Welpenalter entgegenwirkt, muss der fellige Mitbewohner keine bellende Nervensäge sein. Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann man seinem Sheltie also das Bellen abgewöhnen. Eine ausführliche Beschreibung, wie es auch bei uns es funktioniert hat, gibt es hier.

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