Oh nein, bitte nicht das da!!

Kauen, kauen, kauen

Kaut Ihr Sheltie alles, was er zwischen seine kleinen spitzen Zähne bekommen kann?

Nicht alle Hunde haben das Bedürfnis zu kauen. Einige finden darin eine äusserst befriedigende Aktivität, während andere als Welpen kauen und damit aufhören, wenn Sie groß sind. Wie auch immer, ein gelangweilter Hund wird eher zum Kauen neigen.

Aber es wird zum Problem, wenn Ihr Welpe sich für's zerstörende Kauen begeistert. Ihr Sheltie hat ziemlich scharfe Zähne, das hat zur Folge, dass wahrscheinlich alles, auf dem er kaut, in weniger als einer Minute, das Zeitliche segnet. Und dabei ist es ihm egal, ob es Ihre Fernbedienung, Ihre brandneue Kuscheldecke, Ihre Armani-Socken oder Ihre Gucci-Sonnenbrille!

Und genau das zerstörerische Zerkauen Ihres persönlichen Besitzes oder Haushaltsgegenständen wollen wir unbedingt abschalten. Wenn Ihr Welpe kauen will, geben Sie ihm sein Kauspielzeug oder Hundekauknochen - auf diese Weise ist jeder glücklich.

Warum kauen Shelties?

Es gibt drei Hauptgründe, warum Hunde kauen:

  1. Instinkt - Die meisten Hunde haben ein natürliches Verlangen zu kauen. Es macht Spaß, es ist ein toller Zeitvertreib, und es ist eine Art selbstbelohnende und selbstbestärkende Aktivität (besonders wenn er auf etwas kaut, was richtig gut schmeckt.)

  2. Langeweile - Kauen stellt für einen nervösen, gelangweilen oder einsamen Hund ein Ventil für seine Gefühle dar. Für einen ängstlichen Hund hat das Kauen eine beruhigende Wirkung.

  3. Nerven -Unterforderte Hunde kauen oft, um nervöse Energie abzubauen und sich selbst etwas zu tun zu geben.

Wie Sie Ihrem Sheltie das Kauen "austreiben"

Shelties sind extrem intelligente Hunde; selbst als Welpen haben sie die Fähigkeit zu lernen, dass sie nicht auf Ihren geliebten und geschwätzen Besitztümern herumkauen. Sie müssen ihm nur zeigen, was wertvoll und was kaubar ist!

Schritt #1 - Hundesicheres Zuhause schaffen

Selbst wenn Sie den besterzogenen Sheltie der Welt haben, gibt es trotzdem keinen Grund, seine Selbstbeherrschung zu testen. Hunde lernen ihre Welt nunmal mit der Schnauze kennen.

Ihr Zuhause hundesicher zu machen heißt, alles wegzuräumen und unerreichbar zu machen, was Sie nicht in Stücke zerfetzt haben möchten. Kann er springen? Kann er etwas anderes als Sprungbrett benutzen, um das Objekt zu erreichen? Wie groß ist er eigentlich, wenn er sich auf die Hinterbeine stellt? Shelties können überraschend einfallsreich sein, wenn Sie mal nicht hinschauen.

Kauen Shelties?
Kauen Shelties? Darauf können Sie wetten!

Gern benutze Ziele im Haus beinhalten Bücher und Zeitungen, Brillen, Schmutzwäsche in der Wäschetonne, Socken und Schuhe, alles aus dem Mülleimer und alle knackigen Gegenstände wie Kameras, Handys und Fernbedienungen.

Es bedarf wohl keiner langen Rede, dass alles Essbare sicher verschlossen werden sollte: lassen Sie keine Knabberein auf einem niedrigen Tisch oder selbst auf der Küchenarbeitsplatte herumliegen - Sie wären überrascht, wie akrobatisch Shelties sein können, wenn es ums Fressen geht.) Und auch das Hundefutter sollten Sie besser hinter verschlossenen Türen halten.


Schritt #2 - Lassen Sie sich Verhalten nicht entwickeln

Ihr Sheltie sollte gar nicht erst herausfinden, wieviel Spaß unerlaubtes Kauen macht. Je öfter er es schafft, ein verbotenes Objekt zwischen die Zähne zu bekommen - ein Stuhlbein, ein Kissen, einen Turnschuh - desto mehr wird er auch in Zukunft gezielt nach diesen Gegenständen suchen. Wenn Sie ihn schon beim ersten Mal davon abhalten können, Ihre persönlichen Sachen anzukauen, wird er viel einfacher verstehen können, was Sie von ihm erwarten. "Praktisch sprechen" nennt man das, das bedeutet, Ihren Hund in eine hundsichere Umgebung zu bringen, bis Sie sicher sein können, dass er die Hausregeln verstanden hat.

Ziehen Sie Grenzen
Copyright: Tanja Buchner


Schritt #3 - Ziehen Sie klare Grenzen

Verwirren Sie Ihren Hund nicht, indem Sie die Grenzen zwischen seinen Dingen (auf denen er kauen darf) und Ihren Sache (die er auf keinen Fall kauen darf). Geben Sie ihm keine ausrangierten Sachen von sich, auf denen er ruhig kauen darf - alte Schuhe, Socken oder Handtücher. Sie können nicht realistischerweise erwarten, dass er den Unterschied zwischen Ihren guten Schuhen und den aussortierten erkennt, die Sie ihm gerade fünf Minuten vorher gegeben haben.

Schritt #4 - Bieten Sie viele Kauspielzeuge an

Geben Sie Ihren Sheltie ausreichend "Kaualternativen". Bieten Sie ihm leckere Hundekauspielzeuge und -leckerchen, die auch viiiel schmackhafter sind, als unsere Sachen. Wenn in seiner Umgebung keine attraktiven, passenden Kauobjekte vorhanden sind, können Sie ihm keinen Vorwurf machen, wenn er sich stattdessen an Ihren Sachen gütlich tut. Denken Sie daran, dass die meisten Hunde das Bedürfnis haben zu kauen - besonders Junghunde und Welpen. Machen Sie eine Spielzeug- und Kaualternativen-Shopping-Tour, und dann stellen Sie Ihrem Welpen zwei oder drei verschiedene zum Spielen zur Verfügung. Tauschen Sie die Spielzeuge alle paar Tage gegen andere aus - so bleibt es für Ihren Racker interessant und spannend.

Schritt #5 - Beaufsichtigen Sie Ihren Sheltie

Verbringen Sie viel Zeit damit, Ihren kaufreudigen Welpen aktiv zu beaufsichtigen. Er wird nie lernen, was Sie von ihm erwarten, wenn er ständig in einer hundesicheren Umgebung ist. Ihr Shelties muss die Grenzen Ihrer Erwartungen an ihn herausfinden, damit er weiß, was für Sie in Ordnung ist und was nicht.

Schritt #6 - Ertappen Sie ihn auf frischer Tat

Wenn Sie ihn beim kauen irgendeines unerlaubten Gegenstands erwischtn, unterbrechen Sie ihn, indem Sie ein lautes Geräusch machen: klatschen Sie in die Hände oder machen Sie laut "Ah-ah-aaahh!". Dann reichen Sie ihm sofort eine leckere, hundefreundlichere Alternative (einen Kauknochen oder ein anderes Kauspielzeug). Sobald er seine Zähne darum schließt, loben Sie ihn überschwänglich. Es gibt keine bessere Art und Weise, Ihrem Sheltie zu verstehen zu geben, dass er, wenn er auf seinen Spielsachen kaut, ein dickes Lob von Ihnen bekommt - dass er aber, wenn er irgendetwas anderes ankaut, in Schwierigkeiten ist.

Behalten Sie ein positive Einstellung

Allem voran ist es wichtig, dass Sie realistische Erwartungen an Ihren Hund haben. Sie sind nicht perfekt, und Ihr Sheltie ist es auch nicht: es wird bestimmt mal einen Vorfall geben, bei dem ein von Ihnen hochgeschätzer Gegenstand der Neugier Ihres Hundes erliegt. (Und um ehrlich zu sein, es wird wahrscheinlich sogar mehrerer solcher Vorfälle geben.)

Besonders in der frühen Phase Ihrer Hund-Mensch-Beziehung wird sich Ihr Hund erst noch einarbeiten müssen: es wird eine Weile dauern, bis er absolut ein verlässlicher Mitbewohner geworden ist (und selbst dann, kann es passieren, wenn er zu lange auf sich allein gestellt war und sich vernachlässigt fühlt, dass er sich an Ihren Sachen bedient und sich und seinen Zähnen eine gute Zeit damit beschert.) Geben Sie ihm Zeit, die Regeln zu lernen, und verbringen Sie viel von Ihrer Zeit mit ihm, das wird ihm helfen, schneller zu lernen - und vergessen Sie nicht, die Dinge, die Ihnen lieb sind, ausserhalb seiner Reichweite aufzubewahren, bis er den Dreh raus hat, was die Sheltie-Kauregeln betrifft.

Nächste Seite: Warum jault mein Sheltie?

Vorherige Seite: Stubenreinheit