Das Hunde 1x1!

Gut dressierte Hunde gibt es viele, gut erzogene leider wenige.
© Oliver Jobes, (*1966), Erziehungs- und Verhaltensberater

Die Wahrheit dieses Spruchs trifft man fast jeden Tag auf der Straße; Hunde, die mit ihren Herrchen oder Frauchen Gassi gehen, indem sie sie kräftig an der Leine durch die Gegend ziehen; Hunde, die alles und jeden, der es wagt, den Bürgersteig mit ihnen teilen zu wollen, wegbellen; Hunde, die für keinen Cent hören können. Ihr Hund ist natürlich anders - Sie sind der Freund eines Shelties, der gut erzogen ist. Vorausgesetzt, Sie investieren schon in seiner Jugend Zeit darin, ihm dieses gute Benehmen beizubringen.

Sie sollten das keinesfalls dem Zufall überlassen, denn in manchen Momenten mag man einem gut erzogenen Hund durch einen kurzen klaren Befehl das Leben retten - vorausgesetzt, er weiß ihn zu befolgen. Es geht nicht darum, unsere Hunde zu Zirkusartisten zu machen und ihnen beizubringen, auf einem kleinen Fahrrad zu fahren, mit einem Lächeln und einem Körbchen voll Blumen in der Schnautze. Es geht darum, seinen Hund zu erziehen, und zwar so, dass er in jedem Fall auf Sie hört - ob nun neben ihm die Nachbarskatze Tango tanzt, oder ein Kilo frisches Rindersteak auf den Stufen des Metzgerladens liegt.

Nebenbei bemerkt, Chipsie ist auch noch in der Übungsphase. Sie ist also sowohl mein Lehrling, als auch mein "Versuchsobjekt". "Versuchsobjekt" hat so einen negativen Beigeschmack, also eine kurze Erklärung dazu. Es gibt Hunderte von Büchern über Hundeerziehung, und eins weiß es besser als das andere. Jedes hat seine eigenen Methoden, einige funktionieren, andere wiederum nicht. In diesem Sinne ist Chipsie mein "Versuchsobjekt", denn durch meine Erfahrungen mit ihr kann ich Ihnen aus erster Hand die Tipps und Tricks verraten, die bei uns funktioniert haben.

Fangen wir an? Fangen wir an!

Beginnen wir mit den Grundkommandos, die Ihr Fiffi aus dem FF beherrschen sollte:

"Sitz", "Platz", "Bleib", "Aus", "Komm" und "Körbchen"

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